Ein Jahr nach der Londoner Geber-Konferenz für Syrien

Bild vergrößern

Ein Jahr nach der Londoner Geber-Konferenz für Syrien
- Hilfe für Jordanier und für syrische Flüchtlinge

Anlässlich des einjährigen Jubiläums der Londoner Konferenz „Supporting Syria and the Region“ vom Februar 2016 fand am 13. Februar 2017 eine gemeinsame Pressekonferenz mit Planungsminister Imad Fakhoury sowie den Botschaftern aus dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Norwegen, Europäische Union und dem Repräsentanten der Vereinten Nationen in Amman statt.

Bei der Londoner Konferenz 2016 hatte die internationale Gemeinschaft rund 10 Milliarden Euro zur Lösung der Flüchtlingskrise in Syrien und in den Nachbarländern bereitgestellt.

Minister Fakhoury und der britische Botschafter Oakden hoben bei der Pressekonferenz hervor, dass rund 60 Prozent des von der jordanischen Regierung ausgerechneten finanziellen Bedarfs für 2016 von den Gebern bereits erfüllt wurde. Der Finanzierungsbedarf zur Bewältigung der Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf das Haschemitische Königreich wird im „Jordan Response Plan“ aufgelistet.

 

Deutsche Zusagen vollständig erfüllt

Um die Not zu lindern, hat Deutschland bei der Londoner Geber-Konferenz für Syrien und Nachbarländer insgesamt 2,3 Milliarden Euro für Hilfsmaßnahmen von 2016 bis 2018 in Aussicht gestellt. In 2016 ist der für dieses Jahr vorgesehene Betrag in Höhe von 1,2 Milliarden Euro vollständig abgeflossen.

Jordanien hat davon 477 Millionen Euro in 2016, hauptsächlich in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen erhalten. Ungefähr 70 Prozent dieser Summe fließt in den „Jordan Response Plan“.

Botschafterin Birgitta Siefker-Eberle sagte: „Zur Zeit sind wir dabei, unsere Hilfszusagen an Jordanien für dieses Jahr festzulegen. Es steht aber fest, dass wir die Flüchtlinge aufnehmenden Länder weiterhin auf hohen Niveau unterstützen werden. Unser Engagement für Jordanien bleibt von zentraler Bedeutung für uns.“

 

Mehr tun für Beschäftigung und Bildung

Während der Pressekonferenz betonte Siefker-Eberle, dass Deutschland weiterhin sich in den Bereichen Beschäftigungsförderung und  Bildung/Ausbildung in Jordanien engagieren werde. Die Hilfe würde sowohl Jordaniern als auch syrischen Flüchtlingen zugutekommen.

Beispielsweise seien 14.000 neue Arbeitsplätze für Jordanier und Syrer mit deutscher Unterstützung geschaffen worden, ergänzte die Botschafterin. Sie kündigte darüber hinaus an, dass im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in den nächsten Jahren 13 neue Schulen gebaut und 20 Doppelschicht-Schulen wieder hergerichtet werden.

Leiden der syrischen Zivilbevölkerung

Die syrische Zivilbevölkerung, die bei dem Bürgerkrieg zwischen die verschiedenen militärischen Fronten geraten ist, erfährt tagtäglich unendliches Leid, die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern ist unter diesen Umständen äußerst schwierig. Insgesamt geht die humanitäre Katastrophe in Syrien auch 2016 und 2017 weiter.

Nachbarländer Syriens wie die Türkei, Libanon, Irak und Jordanien haben sehr viele Flüchtlinge aufgenommen. In Jordanien halten sich 655.000 bei dem UNO-Flüchtlingshilfswerk registrierte Syrer auf. Wahrscheinlich sind es ab viele mehr. Jordanien gebührt Dank und Anerkennung für die Aufnahme so vieler Flüchtlinge.

Deutschland steht fest an der Seite Jordaniens

Jordan Response Plan

Jordan Compact