Deutschland steht fest an der Seite Jordaniens

	v.l.n.r: Dr. Rücker, Bo'in Siefker-Eberle, Minister Fakhoury Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft)

Deutschland steht fest an der Seite Jordaniens

19.12.2016. „Deutschland hat im Dezember 2016 weitere Hilfszusagen an Jordanien in Höhe von 46 Millionen Euro gegeben. Des Weiteren sind am 13. Dezember 2016 zwei Finanzierungsverträge im Wasserbereich unterzeichnet worden. Damit belaufen sich die Gesamtzusagen der Bundesrepublik für Jordanien allein in 2016 auf 471,6  Millionen Euro“,  sagte Botschafter Dr. Joachim Rücker, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Stabilitätspartnerschaft Mittlerer Osten,  während seines Aufenthaltes in Amman. „Verwendet werden die Mitteln für Maßnahmen in jordanischen Aufnahmegemeinden, für humanitäre Hilfe und für Entwicklungszusammenarbeit“, fügte Rücker hinzu.

„Deutschlands Beitrag richtet sich explizit auch an die jordanische Bevölkerung. Im Vergleich zu 2015 haben wir unsere Unterstützungsmaßnahmen insgesamt signifikant gesteigert“, ergänzte Rücker. 

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Europäische Handelsliberalisierung für jordanische Exporte in die EU

Die Lockerung der Ursprungsregeln für in Jordanien hergestellte Produkte, die für den Europäischen Markt bestimmt sind, ist ein wichtiger Schritt um die wirtschaftliche Entwicklung in Jordanien anzukurbeln. Handel und Investitionen profitieren davon. Damit kann sich Jordanien wirtschaftlich besser aufstellen und mehr Arbeitsplätze für Jordanier sowie für syrische Flüchtlinge schaffen.

Für in Jordanien ansässige Unternehmen ergeben sich aus dem erleichterten Zugang zum EU-Markt neue Geschäftsmöglichkeiten. Die EU-Handelserleichterungen erhöhen auch die Attraktivität Jordaniens für ausländische Investitionen.

Mehr Beschäftigung für Jordanier und Syrische Flüchtlinge

Seit Anfang des Jahres hat Jordanien bereits rund 34.500 Arbeitsgenehmigungen für Syrer erteilt. Deutschland trägt nach der Londoner Konferenz durch die Beschäftigungsoffensive Nahost dazu bei, dass mehr Menschen Ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Seit Februar konnten alleine in Jordanien 11.046 Menschen vor allem als Lehrer sowie im Bereich Abfallbeseitigung / Recycling in Beschäftigung gebracht werden.

 

Mehr syrische Flüchtlingskinder im jordanischen Schulsystem

Auch im Bildungssektor hat Jordanien mit deutscher Unterstützung durch die Ausweitung des Doppelschicht-Schulsystems und die Abschaffung administrativer Hürden wesentliche Maßnahmen ergriffen, um zusätzlichen 50.000 syrischen Flüchtlingskindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Ein Sonderprogramm für weitere 25.000 syrische Kinder, die lange keine Schule besuchen konnten, wurde mit der Hilfe des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) eingerichtet. Langfristig bestehen aber noch Hürden vor allem bei Infrastruktur, Ausstattung und Qualität des Unterrichts. Deutschland unterstützt Jordanien tatkräftig in seinem Ziel, allen schulpflichtigen syrischen Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen.

Botschafter Dr. Joachim Rücker, Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Stabilitätspartnerschaft Mittlerer Osten Bild vergrößern (© Deutsche Botschaft)