Bundesminister Niebel in Jordanien
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Bundesminister Niebel übergibt eine Ballspende an "Save the Children"
(© Deutsche Botschaft)
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel ist am 13.08. zu einem eintägigen Aufenthalt in Jordanien eingetroffen. Im Zentrum standen ein Besuch im Flüchtlingslager Za’atari an der syrischen Grenze sowie ein Gespräch mit dem jordanischen Minister für Wasser und Bewässerung Mohammad Naijar sowie dem Minister für Planung und Internationale Kooperation Jaffar Hassan.
Dirk Niebel sagte im Rahmen seines Besuchs: „Die Situation in Syrien spitzt sich dramatisch zu. Das Vorgehen der syrischen Regierung gegen die eigene Bevölkerung ist barbarisch. Ich begrüße ausdrücklich, dass Jordanien eine Politik der offenen Tür gegenüber den syrischen Flüchtlingen verfolgt. Ich sichere ausdrücklich die Unterstützung der Bundesregierung in dieser Situation zu.“
Die Bundesregierung hat sich in der Flüchtlingskrise bislang mit knapp zwölf Millionen Euro bilateral engagiert. Die Europäische Kommission hat zusätzlich rund 40 Millionen Euro bereitgestellt, an denen Deutschland einen Anteil von rund zwanzig Prozent trägt.
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Notenübergabe (v.l.n.r. Dr. S. Kharabsheh (Generalsekretär im Planungsministerium), Minister Niebel, Wasserminister Najjar
(© Deutsche Botschaft)
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel sagte der jordanischen Regierung nun zusätzlich weitere zehn Millionen Euro zu. Davon sind 8,5 Millionen Euro als Sofortmaßnahme für die Verbesserung der Trinkwasserversorgung im Norden des Landes bestimmt, mit 1,5 Millionen Euro wird das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) bei der Gesundheitsversorgung im Land unterstützt.
Dirk Niebel: „Wir werden mit den neu bereitgestellten Mitteln die Trinkwasserleitungen verstärken, damit sie dem erhöhten Druck standhalten können. Darüber hinaus werden wir zusätzliche Tanklaster beschaffen, um kurzfristig Wasser zu liefern. Außerdem werden wir Brunnen ausstatten, um das Wasserangebot insgesamt zu erhöhen. Deutschland hat im Bereich Trinkwasser und Abwasser eine weltweit einzigartige Expertise einzubringen. Wir können also an die längerfristigen Projekte in der Region anknüpfen und einen auch über die Flüchtlingskrise hinaus spürbaren Beitrag für Jordanien leisten.“
Die Versorgungslage mit Trinkwasser hat sich für die jordanische Bevölkerung wie auch für die aufgenommenen syrischen Flüchtlinge massiv verschlechtert. Daher bat die jordanische Regierung gezielt um Unterstützung Deutschlands in diesem Bereich.
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Bundesminister Niebel mit Vertretern der KfW und int. Hilfsorganisationen
(© Deutsche Botschaft)
Die Gemeinden im Norden Jordaniens stoßen auch in der Gesundheitsversorgung an ihre Grenzen. Die Bundesregierung unterstützt daher gemeinsam mit UNHCR die aufnehmenden Gemeinden dabei, lokale Gesundheitseinrichtungen zu rehabilitieren und auszubauen und die medizinische Ausstattung zu verbessern. Diese Maßnahme kommt nicht nur kurzfristig und unmittelbar den syrischen Flüchtlingen zugute, sondern auch über die Syrien-Krise hinaus den jordanischem Gastgemeinden.
Der Bereich Trink- und Abwasser bildet den Schwerpunkt der bestehenden bilateralen Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands mit Jordanien. Deutschland unterstützt Jordanien dabei, Wirtschaftlichkeit, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit in der Wasserversorgung zu verbessern und die Infrastruktur – etwa Kläranlagen – auszubauen.