Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Alternative Enregieformen - Übersicht Bild vergrößern Erneuerbare Energien (© picture alliance / dpa) Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil in den bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Jordanien. Neben den USA, Japan und der Europäischen Kommission gehört die Bundesrepublik zu den wichtigsten bilateralen Gebern des Landes. Schwerpunkt der deutsch-jordanischen Zusammenarbeit ist der Wassersektor.

Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Der akute Wassermangel ist einerseits auf nicht ausreichende Niederschläge zurückzuführen, andererseits auf das starke Bevölkerungswachstum und die noch zu wenig effiziente Bewirtschaftung der Wasserressourcen. Die jährlich pro Einwohner verfügbare Wassermenge beträgt in Jordanien etwa 140 Kubikmeter. Zum Vergleich: In Deutschland stehen jedem Einwohner jährlich 1.870 Kubikmeter zur Verfügung. Durch den derzeitigen Flüchtlingszustrom aus Syrien geraten die ohnehin knappen Ressourcen und die stark beanspruchte Wasserinfrastruktur zusätzlich unter Druck.

Neben kurzfristig angelegten Eilmaßnahmen zur Linderung der Notlage in den Grenzregionen aufgrund der zunehmenden Anzahl syrischer Flüchtlinge in Jordanien engagiert sich Deutschland für eine nachhaltige Verbesserung des jordanischen Wassersektors. Mittelfristiges Ziel ist der Aufbau eines integrierten Wasserressourcenmanagements, in das Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft einbezogen sind. Unter anderem fördert Deutschland:

. die Reduzierung von Wasserverlusten und die Verbesserung der Wasserverteilung,
. den Bau von Abwassersammelsystemen und Kläranlagen,
. die Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser in der Landwirtschaft,
. den Einsatz energieeffizienter Techniken z.B. in Pumpstationen,
. die Kommerzialisierung der städtischen Wasserbetreiber, damit diese kostendeckend arbeiten können
. die Ausweisung von Grundwasserschutzzonen und Gebieten für künstliche Grundwasseranreicherung,
. die Sensibilisierung der Bevölkerung für Themen des Ressourcenschutzes,
. die Einrichtung von Wassernutzergruppen sowie
. die Anpassung an den Klimawandel im Wassersektor.

Darüber hinaus werden auch einzelne Projekte in anderen Bereichen gefördert (Schulbau, Armutsbekämpfung, Gleichberechtigung der Geschlechter). Zur Unterstützung beim Kapazitätenaufbau werden jordanische Fach- und Führungskräfte zu verschiedenen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen in Deutschland und in Drittstaaten eingeladen.

Auch die 16 deutschen Länder haben vielfältige entwicklungspolitische Beziehungen und Partnerschaften. Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik

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Wasser strömt aus dem Hahn