Katastrophenschutz in Jordanien: Deutschland hilft bei der Ausbildung

THW Grundausbildung, Kronprinz Hussein bin Abdullah Bild vergrößern THW Grundausbildung, S.K.H. Kronprinz Hussein bin Abdullah (© THW Deutschland)

Amman, 9.11.2017. Mit Unterstützung des Technischen Hilfswerks (THW) aus Deutschland bildeten jordanische Zivil- und Katastrophen-schützer erstmals ehrenamtliche Einsatzkräfte in Amman aus. Zu diesem Anlass besuchten der jordanische Kronprinz Hussein bin Abdullah, die deutsche Botschafterin Birgitta Siefker-Eberle und THW-Vizepräsident Gerd Friedsam die Abschlusszeremonie am 8. November 2017. Der Generaldirektor des General Directorate of Jordan Civil Defense (JCD), Major General Mustafa Al Baza’aeh, hatte hierzu eingeladen.

Kronprinz Hussein bedankte sich persönlich bei THW-Vizepräsident Friedsam für den wichtigen Beitrag Deutschlands beim Aufbau eines ehrenamtlichen Katastrophenschutzes in Jordanien. Der Kronprinz begutachtete außerdem die neue Ausstattung und Fahrzeuge für die jordanischen Ehrenamtlichen.

Vom 25. Oktober bis zum 6. November 2017 absolvierten 22 Ehrenamtliche die Grundausbildung nach THW-Vorbild. Die Ausbilder bereiteten die Ehrenamtlichen auf verschiedene Katastrophen-lagen vor. Neben Erster Hilfe lernten sie, wie sie eine Unfallstelle absichern, Metall und Gestein bearbeiten oder Sandsäcke befüllen. Zudem wandten die Teilnehmer ihr neues Wissen in mehreren Einsatzübungen an und retteten dabei unter anderem Verschüttete aus einem eingestürzten Gebäude.

THW-Mentoren und -Mentorinnen standen ihren JCD-Kollegen während der Grundausbildung zur Seite. Zuvor hatten die Ausbilder von JCD zwei Train The Trainer-Kurse in Deutschland absolviert. Dort lernten sie das Ehrenamtssystem kennen. Darüber hinaus vermittelten Helferinnen und Helfer des THW ihnen die Besonderheiten in der Ausbildung Ehrenamtlicher im Katastrophenschutz.

Das gemeinsame Projekt von THW und JCD hat zum Ziel, langfristig ein Ehrenamtssystem für den jordanischen Katastrophenschutz zu etablieren. Dies soll nicht nur den Katastrophenschutz fördern und stärken, sondern auch die Zivilbevölkerung in staatliche Strukturen integrieren.

Das gesamte Projekt wird vom Auswärtigen Amt finanziert und sieht nicht nur kontinuierliche Ausbildungen vor: Bei einer offiziellen Übergabe erhielt der jordanische Katastrophenschutz heute auch Fahrzeuge, Einsatzausstattung und Werkzeuge für mehrere zukünftige JCD-Ehrenamtsstationen.

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