Deutschland hilft Jordanien mit weiteren 128 Mio. Euro

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Im fünften Jahr der Syrienkrise 

Deutschland hilft Jordanien mit weiteren 128 Mio. Euro

Amman - Angesichts der rund 630.000 offiziell registrierten syrischen Flüchtlinge, die Zuflucht in Jordanien gefunden haben, hat Deutschland dem Land seine weitere Unterstützung zugesagt. 

Bei den deutsch-jordanischen Regierungsgesprächen in Amman sagte das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit 98 Mio. Euro zu, die dem Land längerfristig helfen sollen, seine Infrastruktur und insbesondere die Wasserver- und Abwasserentsorgung zu verbessern. Jordanien ist eines der wasserärmsten Länder der Welt. Die meisten der Flüchtlinge sind in Jordanien in Städten und Gemeinden untergekommen, nicht in Flüchtlingscamps. Die Projekte mit deutscher Unterstützung kommen damit neben den Flüchtlingen auch den jordanischen Gemeinden zugute, die die syrischen Familien bei sich aufgenommen haben.

Darüber hinaus erhielt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF insgesamt 30 Mio. Euro für ein Bildungsprogramm für syrische und jordanische Kinder und für die Verbesserung der Wasserversorgung im Flüchtlingscamp Zaatari.

Seit Beginn der syrischen Flüchtlingskrise 2012 hat das BMZ Jordanien bisher mit 475 Millionen Euro unterstützt. Die Verbesserung der Lebensbedingungen für Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens kann entscheidend dazu beitragen, den Strom von Flüchtlingen nach Europa zu verringern.

15. November 2015